16
Feb
2006

fit für den markt?

eine wirklich gelungene pädagogik erzieht zu unabhängigem denken. damit muß sie die möglichkeit der ablehnung ihrer eigenen inhalte seitens der zu erziehenden einkalkulieren. und zulassen.

fit für den markt? (2)

anders ausgedrückt: wer die vordringliche aufgabe der pädagogik darin sieht, kinder „fit für den markt“ zu machen, der übersieht, daß eben diese kinder den „markt“ vielleicht in bausch und bogen ablehnen und ihn durch eine menschenwürdigere gesellschaftsform ersetzen wollen.

fit für den markt? (3)

kinder sind keine investition. kinder sind nicht dazu da, für uns unsere hausgemachten probleme zu lösen. kinder sind selbstbestimmte individuen, die möglicherweise mit der welt, die wir für sie zusammengestückelt, und den werten, die wir uns für diese welt ausgedacht haben, nichts anzufangen wissen. „fit für den markt“ funktioniert nur auf der voraussetzung einer indoktrinierung: „der markt ist gut und es gibt nichts außer dem markt“.
also muß man an ihn glauben. und fit sein, um in seiner arena bestehen zu können. in einer schwertklirrenden arena, die unsere erfindung ist. ob unsere kinder damit einverstanden sein werden, das wird sich erweisen.

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